„Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das
Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe.“ J.W. von Goethe
Samstag,
9. Januar, Appenzeller Volksfreund «wort los» – Die Wörtersuche geht weiter. Prozessgestalter Martin Manser macht sich mit
Gruppen auf ins Gontenmoos.
Zwölf Dialektausdrücke, die in
Vergessenheit zu geraten drohten, sind die Ausbeute der Aktion «wort los», die
Martin Manser aus Appenzell im Jahr 2007 lancierte. Zurzeit begegnet man ihnen
im Hotel Linde in Heiden. Neue Begriffe sollen im Lauf dieses Jahres
dazukommen. Im Rahmen
einer Vernissage rief Martin Manser am Donnerstagabend die Begriffe
wieder in Erinnerung, die allesamt auf einem gedruckten T-Shirt verewigt
wurden. Manser spielt mit dieser Idee: Auf dem «Liibli» hätten sie Leib
angenommen, seien sie leibhaftig geworden, sinnierte er. Und das Wichtigste
sei, dass jedes Wort einen Götti oder eine Gotte habe. Sei es vorher einsam und
allein gewesen, zähle es nun auf eine Paarbeziehung, die das Überleben
garantiert.
Die zwölf Wörter, entnommen dem Wortschatz beider Halbkantone Appenzell, hätte
als Sammlung durchaus Nachhaltigkeit, stellt Martin Manser fest. Viele Kontakte
und Begegnungen zeugten von der Wichtigkeit und Lebendigkeit seiner Aktion.